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Fitbit Charge 5 Test – Meine Einschätzung zu dem Fitbit Fitnesstracker

Oje, Fitbit hat sich in den letzten Jahren ganz schön geändert. Ich weiß nicht, ob es mit dem verkauf an Google zu tun hat oder ob man gerade etwas planlos durch die Weltgegend rennt. Ich selber habe einige Fitbit Geräte besessen und habe Dutzende Fitness Tracker getestet. Der Fitbit Charge, ist meiner Ansicht nach ein Gerät, bei dem man recht viel Mühe aufbringen muss, um es durchweg gut zu finden. Hier nun der Charge 5 Test.

Aber mal von ganz vorne. Fitbit ist einer der ersten Anbieter für sogenannte Fitnesstracker gewesen. Zusammen mit Jawbone, die mittlerweile Konkurs sind, habe sie schon vielen Jahren begonnen, Fitnesstracker zu verkaufen. Fitbit hat immer in einer anderen Liga gespielt als all die günstigen Anbieter. Sie waren hochwertiger verarbeitet, die Messergebnisse waren um ein vielfaches besser als bei den Chinageräten und sie waren viel langlebiger. Aber Fitbit war immer im Segment der Activity-Tracker angesiedelt. Es sind Geräte, die einen darauf aufmerksam Amchen sollen wie Aktiv man seinen Alltag gestaltet. Als reines Sportgerät, wie zum Beispiel Garmin oder Polar würde ich die Fitbitgeräte nicht einordnen.

Der große Vorteil und das tolle Feature der Fitbit Tracker war immer die soziale Komponente. Neben diversen Trainings, die man mit der App absolvieren konnte, waren die sozialen Verbindungen besonders spaßig. Man konnte mit vielen Millionen Menschen zusammen verschiedene Aufgaben erledigen. Man konnte 1x die Chinesische Mauer lang laufen. Oder den New-York-Marathon. Man kann es sich folgendermaßen vorstellen. Irgendwo auf der Welt haben sich Tausende Menschen zu so einem „Event“ in der Fitbit App angemeldet.

Charge 5 Test – Software und Social Funtkionen

Die Fitbitgeräte haben dannjeden Tag die Schritte gezählt. Einige haben Sport gemacht und sind schnell gelaufen. Andere sind zu Fuß gegangen und haben ihre 6000 Schritte am Tag absolviert. Irgendwann ist jeder ins Ziel gekommen. Sei es nun nah 5 h oder nach 7 Tagen. Aber dieses zusammen war ein tolles Feature. So gab es Hunderte von Events, die man absolvieren konnte. Man hat immer Menschen gefunden, die das eigene Tempo mitgelaufen sind.

Achso, wenn es sich jetzt so anhört, als gäbe es dieses Feature nicht mehr. Doch die sozialen Verbindungen kann man immer noch nutzen. Diese Events sind noch vorhanden. Mit dem Unterschied, dass sie seit einiger zeit kostenpflichtig sind. €8,99 kostet die Fitbit Premium Mitgliedschaft derzeit. Wer also mag, kann Fitbit Premium zusätzlich abschließen. Nebenbei, bei Samsung und den diversen sehr tollen Galaxy Fitnesstrackern* und der grandios guten Galaxy Watch* sind diese Events ebenfalls dabei. Nur sie sind dort kostenlos. Und die Geräte von Samsung kosten viel weniger als die Fitbit Geräte.

All das macht sich in meiner 7 % Regel bemerkbar. (Was ist das? – Link) – Erstaunlicher Weise hat das Fitbit Charge 5 – bei über 17.000 Bewertungen, 8% 1-Stern Bewertungen. Auch die Anzahl der 2 und 3 Sterne Bewertungen ist recht hoch. Das ist ein deutliches Zeichen, das dort irgendetwas nicht stimmt. Der oben erwähnte Punkt Fitbit Premium ist aber nur ein Kritikpunkt. Ein Weiterer ist, das scheinbar einige Funktionen des Gerätes zu Vorgänger gestrichen wurden.

Auch scheint das Fitbit Charge 5 langsamer und träger zu reagieren als das Fitbit Charge 4. Das kann an dem neuen Farbdisplay liegen, welches das Charge 5 verbaut hat und wird ggf. durch ein Software-Update behoben werden. Übrigens Display, es handelt sich um ein Farbdisplay, welches doppelt so hell sein soll wie das Schwarz/Weiß Display des Fitbit Charge 4. Aber das muss es auch, den ein Farbdisplay ist in der Sonne schlechter ablesbar.

Deshalb nutzen die meisten Hochwertigen / teuren Sportuhren auch eine sogenannte transflektive MIP-Technologie. Diese Displays wirken immer etwas dumpf. Sie sind nicht so strahelnd hell wie bei einer Apple Watch oder dem Fitbit Charge 5. Aber diese Displays sind in der Sonne viel besser ablesbar. Ein Punkt, den einige Nutzer beim Charge 5 kritisieren. Trotz der Helligkeit ist es in der Sonne nicht so gut ablesbar.

Leider eine weitere Funktion die gestrichen wurde, der Treppenzählen. Die meisten Fitnesstracker, egal welcher Preisklasse, haben einen Treppenzähler verbaut. Das Gerät erkennt, ob man Treppen steigt und zählt diese mit. Man konnte festlegen, wie viele Etagen man am Tag zu Fuß gehen wollte. Diese Funktion wurde beim Fitbit Charge 5 gestrichen.

Auch das beliebt Antworten auf Anrufe wurde gestrichen. Wenn ihr einen Anruf auf euer Smartphone erhaltet, dann war es bisher möglich, diesen Anruf mit einer vorformulierten SMS abzulehnen. Diese feine Funktion, die solche Fitnesstracker ein Stück weit smart macht, wurde ebenfalls beim Fitbit Charge 5 gestrichen. Beim Fitbit Charge 4 war dies noch möglich.

Ein letzter negativer Punkt, der bisher noch nicht mit einem Update behoben wurde. Die GPS-Eigenschaft scheint laut vielen Nutzern sehr schlecht zu sein. Aber das können viele andere Tracker auch nicht viel besser. GPS Module wenn sie genau funken sollen, benötigen Platz. Und dieser ist in solch kleinen Gehäusen nicht vorhanden. Wenn dann noch ein Farbdisplay dazukommt, müsste der Akku überproportional wachsen. Denn all das muss mit Energie versorgt werden. Deshalb nimmt man zumeist kleine, nicht sehr genaue GPS-Module und muss dann damit leben, das diese natürlich nicht so genau sind wie zum Beispiel in einer €500 Garmin Fenix Sportuhr*.

Das war jetzt aber ganz schön viel Kritik, oder. Ja finde ich auch und bei vielen anderen Anbietern wäre ich nicht so pingelig. Ansonsten ist das Fitbit Charge 5 absolut top. Die Verarbeitung ist wie immer super. Die Datengenauigkeit, etwas, an dem viele andere günstige Tracker leiden, ist durchweg gut. Aber da kommen wir schon zum letzten kritikpunkt.

Der Preis. Der ist einfach zu hoch. Es gibt sehr gute Fitnesstracker von Huawei und Honor oder auch Samsung für deutlich weniger Geld zu kaufen. Diese sind, was die Leistungsfähigkeit betrifft, mindestens auf dem Niveau des Fitbit Charge 5. Ok ohne die Premium-Dienste. Aber wenn man diese beim Fitbit nicht nutzt, ist das egal. Ja, dass Fitbit Charge 5 ist vollgestopft mit toller Technik, aber wenn einem die Premium-Dienste egal sind, dann würde ich ganz klar zu dem Garmin Vivosmart* raten. Dieser Fitnesstracker ist sogar günstiger als das Fitbit Charge 5 Leistungstechnsich aber in einer anderen Liga.

Charge 5 Test – Fazit

Also, wenn es ein Fitnesstracker sein soll. Und ihr ohne Fitbit die Premiumdienste auskommt, dann greift zum Garmin Vivosmart*. Für alle, die gerne die Premiumdienst nutzen und auf das Farbdisplay verzichten können, denen rate ich zum Fitbit Charge 4*. Das kann wirklich mehr als das Charge 5 und ist dazu noch kostengünstiger. Aber, wenn ih vor der Wahl steht, euch ein No-Name Tracker, einen Silvercrest oder ein Mi-Band zuzulegen. Dan greift zu dem Fitbit. Er spielt in der oberen Liga und ist nichts mit all den €30 Amazon Trackern zu vergleichen.

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